Uferböschungen am Tagebau Hambach
Von Michael Kaiser

Die Liberalen Demokraten NRW unterstützen die Forderungen der am Tagebau Hambach sansässigen Landwirte, Grundbesitzer und Gemeinden keine Acker- und Landflächen zur Herstellung abgeflachter Uferböschungen abzubaggern und zu zerstören.

Auch die Fläche des inzwischen fast völlig zerstörten Ortes Alt-Manheim kann für eine neue Ortsansiedlung genutzt werden, da alle Infratsrukturen bereits liegen. Hier könnte beispielsweise eine Niedrigenergiesiedlung entstehen. Wir unterstützen die Forderung zur Randabflachung die noch nicht rekultivierten Teile der Sophienhöhe und wenn nötig weitere Bereiche dieser Abraumhalde heranzuziehen und somit die bestehenden Landflächen am Grubenrand zu erhalten. Dies sollte etappenweise möglich sein, ohne die Sophienhöhe zu destabilisieren. Hierfür sind entsprechende Pläne zu erarbeiten. Die Ausreden der RWE, dass die Kippe 40 Jahre alt ist, die Artenvielfalt schützenswert und dass es nicht möglich sein diese aufgeschüttete Kippe wieder in Teilen abzutragen, weisen wir als haltlos ab. Dies ist lediglich eine Augenwischerei um die nicht ortskundige Öffentlichkeit zu beschwichtigen. Wer mit steilen Kanten einen mehrere hundert Meter tiefen Tagebau stabil betreiben kann, der kann auch eine Abraumhalde wieder abtragen, ohne diese zu Destabilisieren.

Die Kippe wird auch aktuell durch Aufschüttung abgebaggerten Abraums erweitert, statt diesen bereits seit Monaten zur Abflachung der Tagebaukanten heran zu ziehen. Auch sind ein Großteil der Sophienhöhe weitaus jünger als 30 Jahre und noch nicht rekultiviert bzw nur im Ansatz. Die Sophienhöhe war bereits im Zustand vor 20-30 Jahren ohne weitere Anschüttungen stabil und sollte daher auf dieses Niveau zurückgebaut werden können. Das Thema Artenschutz hier von RWE auf den Plan zu bringen ist wohl an Dreistigkeit nicht zu überbieten, immerhin war es RWE, die einen Jahrtausende alten Wald (Bürgewald, “Hambi”) bereits zum Großteil abgeholtz und zerstört haben und die ihn auch gerne völlig ausgelöscht hätten. Hier war der RWE jedweder Artenschutz und Naturschutz und auch Denkmalschutz (Burg Reuschenberg, alte Römerstraße, Sittarder Hof) völlig egal.

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