Schulöffnungen während der COVID-19-Pandemie
Von Paul Vossiek

Wir Liberale Demokraten NRW fordern, dass die Schulen geschlossen bleiben, bis konkrete Aussagen über die Auswirkungen einer Öffnung getroffen werden können. Eine vorschnelle Öffnung stellt – in sämtlichen Bereichen – ein erhebliches Risiko für das Wiederansteigen der Infektionszahlen dar.

Gleichzeitig darf die Frage der Chancengerechtigkeit nicht aus den Augen verloren werden. Argumente wie das Armin Laschets, Durchschnittsabiture könnten sich zum Nachteil von Schülern bei der Bewerbung für Studien- und Ausbildungsplätze auswirken, greifen zwar ins Leere, weil eben das zu verhindern die Aufgabe der Politik nach der Krise seien sollte, aber das effektive Wegfallen eines vollständigen Schulhalbjahrs kann in einem so unflexiblen Schulsystem wie dem Deutschen erheblichen Einfluss auf die Chancen der Schülerinnen und Schüler nehmen.

Es ist deshalb penibel darauf zu achten, dass die Zeit bis zu einer sicheren Öffnung der Schulen durch digitale Methoden bestmöglich überbrückt wird und dass nach der Krise besondere Förder- und Ausgleichsangebote für die betroffenen Schülerinnen und Schüler bereitgestellt werden, um etwaige Nachteile auszugleichen.

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